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Joomla kenne ich schon seit alten Mambo-Tagen. Über den Vorgänger Mambo und über Joomla 1 und 1.5 habe ich unzählige Artikel, mehrere Bücher und sogar ein KnowWare-Heft verfasst. Derzeit beschäftige ich mich mit der neuen Joomla-Version 1.6 und bin relativ ernüchtert.
Bugs ohne Ende - das ist das Resümee selbst nach intensivem Testen von Joomla 1.6.1. Auch meine Kursteilnehmer wundern sich. Egal ob man einen Beitrag speichert, eine Erweiterung installiert oder ein Template ausprobiert - überall und immer erscheinen Fehlermeldungen. Das sind Notices, aber auch Hinweise auf nicht definierte Variablen oder MooTools-Fehler.
Die Fehler sind so offensichtlich und allgegenwärtig, dass man sich fragen muss, ob die Entwickler überhaupt irgendwelche Test durchgeführt haben. Klar, die Arbeit ist ehrenamtlich und freiwillig. Aber ein gewisses Maß an Qualität sollte schon vorhanden sein. (Und das war es in der Vergangenheit auch.)
Viele Funktionen reagieren erst auf den zweiten Klick, statt der speziellen Formular-Options-Fenster, die sich über den Bildschirm legen, wird der Bildschirm häufig einfach nur grau. Wo man klickt, lauern Bugs und Fehlfunktionen. So macht das Arbeiten wirklich keinen Spaß.
Meine Meinung: Selbst die Joomla-Version 1.6.1 kann bestenfalls als Beta durchgehen. Für den produktiven Einsatz ist dieses CMS im derzeitigen Entwicklungsstadium nicht geeignet. Und daran ändert auch das neue Highlight ACL (das feinabgestimmte Berechtigungssystem) nichts.
Fazit: Joomla ist in die Mittelmäßigkeit abgestürzt, in dieser Fassung keinesfalls eine Empfehlung wert. Schade!
P.S.: Ich bleibe trotzdem am Thema dran, habe die Neuauflage des Joomla-Kidsbuchs allerdings vorerst verschoben, da ich nicht gerne "Beta-Bücher" schreibe. |